Superschnelles, einfaches Topf-Weißbrot

Ich habe lange überlegt, welches Brot ich hier als erstes posten soll. Da gibt es so viele leckere Teile, die ich in den letzten Jahren mit und ohne Sauerteig gebacken habe – manche kompliziert mit Teigführung über mehrere Tage, andere eher einfach mit wenig Backstress. Weil ich aber gerade heute a) überhaupt keine Zeit und b)  große Lust auf langes Dehnen und Teigfalten habe, soll es ein ganz simples Brot sein. Und auch wenn es ohne Sauerteig, dafür mit umso mehr Frischhefe gebacken ist, belegt es doch einen Platz in meinen Top 25 der Lieblingsbrote. Und so geht das:

Zutaten:

500 g Mehl (550)

  • 1 Würfel Frischhefe
  • 200-220 ml Wasser (je nach Mehlart)
  • 100 ml Milch
  • 1 TL Zucker
  • 1-1,5 TL Salz (je nach Geschmack)
  • 1 Brottopf oder Römertopf

Zubereitung:

  1. Mehl mit Zucker und Salz vermischen, dazu die Hefe bröseln. Das ganze mit der Milch und einem Teil des Wassers übergiessen und ab in die Knetmaschine. Bei Stufe 1  4-5 Minuten kneten lassen und nach und nach solange Wasser hinzugeben, bis sich der Teig vom Boden der Rührschüssel zu lösen beginnt. Wenn ihr das Gefühl habt, der Teig hat eine weiche, leicht klebrige Konsistenz, dann raus damit und ab auf ein bemehltes Teigbrett. 
  2. Zu einem runden Klops formen, die Knetfalten sollten sich an der Unterseite des Brotteigs befinden. Die Bäckerexperten nennen das wohl “Rundwirken” (kann man auch bei youtube nachgucken). Anschliessend den Teigling in den bemehlten Brottopf geben, Deckel drauf und gehen lassen (ca. 1 – 1,5 h, oberste Regel beim Brotbacken: Zeit lassen!). Optisch macht es auch was her, wenn man den Teig rautenartig einschneidet, aber das ist Geschmackssache. Aufplatzen kann auch schön ausschauen und lecker Extrakruste produzieren. 
  3. Backofen auf 250 Grad Ober/Unterhitze vorheizen, und ab mit dem Topf samt Deckel in selbigen. Damit das Brot nicht trocken wird, hilft es, eine Tasse Wasser mit in den Ofen zu stellen. Nach 45 Minuten Deckel des Brottopfs abnehmen und weitere 15 Minuten bei 220 Grad zu Ende backen. 
  4. Nach dem Rausnehmen aus dem Ofen kann man das noch dampfende Brot mit einem großen Pinsel mit Wasser abstreichen. Das gibt der Kruste einen schönen Glanz. Danach auf einem Rost abkühlen lassen und voilà!

Wie gesagt, es gibt wirklich tollere und abwechslungsreichere Brote, die sicher auch geschmacklich mehr hermachen als dieses einfache Stück Backwerk. Aber wenn ihr die erste Stulle davon abgeschnitten, mit Butter beschmiert und mit Käse oder Konfitüre gefinisht habt, werdet ihr schon beim ersten Bissen merken, warum dieses Brot bei mir hoch im Kurs steht. Also nachbacken, probieren und (wenn möglich) kommentieren. Freu mich auf euer Foodback!

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